Hausmittel zur Wundheilung

Immer mehr Menschen vertrauen auf die Natur und sagen der Pharmaindustrie den Kampf an. Längst vergessenen Heilmittel kommen nun wieder zum Vorschein und stehen in vielen Hausapotheken, um Krankheiten zu bekämpfen, ohne auf chemische Mittel zurückzugreifen. Dabei hat natürlich jede Heilpflanze ihr Wirkungsgebiet, was aber nicht heißt, dass es nur für bestimmte Beschwerden eingesetzt werden kann. Denn insbesondere die pflanzlichen Heilmittel haben zahlreiche Wirkstoffe, die bei unterschiedlichen Krankheiten wirken können. Dies zeigt beispielsweise der Kamillentee oder Manuka Honig sehr gut, die bei zahlreichen Beschwerden und Krankheiten eingesetzt werden können.

Kamille und Ingwer für die Erkältung und Wunde

Eine wunde Nase zum Beispiel während einer Erkältung ist für viele der Horror schlechtin. Erkältungen sind immer wiederkehrende Krankheiten, denen man kaum den Garaus machen kann. Dennoch können pflanzliche Heilmittel zur Unterstützung eingesetzt werden, damit die Symptome schneller abklingen können. Zu diesen Heilmitteln zählt unter anderem die Kamille, die Keime und Bakterien bekämpft. Auch bei Atemwegserkrankungen kann Kamillentee ein wichtiger Helfer sein, da er sich wie einen Schutz auf die Atemwege legt und sie so beruhigt.

Doch auch Ingwer kann bei Erkältungskrankheiten und Wunden sehr gut wirken. Zum Einen ist Ingwer entzündungshemmend und zum Anderen fördert er das Schwitzen. Außerdem ist Ingwer ein „natürliches Antibiotikum“ und Schmerzmittel zugleich, was die Beschwerden lindert und die Wundheilung beschleunigt.

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Manuka Honig zur Wundheilung

Insbesondere bei der Wundheilung kann nicht jede Heilpflanze genutzt werden. Viele der Pflanzen sind nur zur innerlichen Anwendung geeignet und brennen, wenn sie auf offene Wunden gegeben werden. Daher muss hier genau überlegt werden, welches pflanzliche Hausmittel bei Wunden angewandt werden kann. Insbesondere Manuka Honig auch in Kombination mit der Zwiebel bei Erkältung kann hier wahre Wunder wirken, so liest man immer wieder und ist ein wahrer Allrounder bei vielerlei Beschwerden. Er kann sowohl innerlich wie auch äußerlich angewandt werden.

Ohne einen wissenschaftlichen Beleg, so scheint es folgende Aussagen: Zum Einen desinfiziert Manuka Honig angeblich die Wunde und beugt somit Wundinfektionen vor und zum Anderen hat er eine antibakterielle Eigenschaft. Dies heißt, dass er in der Lage ist, schädliche Erreger in den Wunden zu bekämpfen und somit auch zu verhindern, dass eine Neubesiedlung von Keimen stattfindet. Außerdem hat der wertvolle Honig auch den Vorteil, dass er ein feuchtes Wundmilieu erzeugt, was dazu dient, dass die Wunde ständig neu desinfiziert wird. Ein weiterer wichtiger Aspekt des feuchten Wundmilieus ist aber auch, dass die Wunde nicht abtrocknet und so ein Ankleben des Wundverbandes verhindert wird. Daher ist er der Einsatz bei Kindern auch so beliebt, da es nicht zu Schmerzen kommt, wenn der Verband gewechselt wird.

Bei einem Wundverband mit Manuka Honig sollte eine dicke Schicht Manuka Honig auf die Wunde gegeben werden. Danach kann mit Verbandmull die Wunde abgedeckt und mit einem Verband verschlossen werden.

Doch auch andere Heilpflanzen können bei Wunden helfen, dass diese besser heilen. So sind beispielsweise

  • Gemeine Scharfgarbe
  • Knoblauchrauke
  • Weißkohl
  • Walnussbaumblätter

gute Helfer, damit die Wundheilung angeregt wird. Hierbei werden die frischen Blätter im Mörser zerkleinert und auf die offene Wunde geben.

Bei pflanzlichen Heilmitteln nicht experimentieren

Auch wenn pflanzliche Heilmittel zur Wundheilung oder allgemein nur geringe bis keine Nebenwirkungen haben, sollte dennoch im Allgemeinen nicht damit experimentiert werden. Denn gerade eine Wechselwirkung mit anderen Mitteln kann unter Umständen schwerwiegende Folgen haben. Daher sollte man sich bei der Wundbehandlung oder auch bei anderen Behandlungen mit Heilpflanzen zum Einen genau informieren und zum Anderen einen Arzt konsultieren, wenn noch andere Medikamente eingenommen werden. So kann es etwa Ginkgo und gleichzeitiger Einnahme von Gerinnungshemmern zur Verstärkung der Wirkung kommen, was starke Blutungen zur Folge hat. Daher ist es besonders wichtig, nicht einfach die Heilpflanzen einzunehmen, weil sie empfohlen wurden, sondern zuerst Informationen einzuholen.

Wer darauf achtet, wird mit Heilpflanzen eine gute Alternative zu pharmazeutischen Produkten finden, die oftmals mehr Nebenwirkungen haben wie man sich vorstellen kann. Bei pflanzlichen Heilmitteln hingegen können Ursache und Beschwerden in der Regel ohne Nebenwirkungen behandelt werden.