Gardinen waschen und pflegen

Laut einer Statistik von statista.com, geben die Deutschen 13,50€ im Jahr für Gardinen aus.  Zum Glück werden diese weit oft weniger gewaschen als andere Textilien. Im Normalfall reicht es aus, diese zwei Mal pro Jahr zu waschen. Raucher, aufgrund der Vergilbung 4-5 Mal im Jahr.

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Gardinen waschen in der Waschmaschine

Ein Tipp vorweg: Die Gardinen erst kurz vor dem Waschgang abnehmen, sonst kann es zu unschönen Knitterbildungen kommen.

Alle Teile, die nicht in die Waschmaschine gehören müssen abgenommen werden, da diese sonst die Maschine verstopfen können. Die Rede ist von Metall. Alle Ringe, Metallaufhänger, Nadeln, etc. müssen im Voraus entfernt werden.

Plastikteile wie zum Beispiel Häkchen oder Rollen können problemlos – jedoch aus Vorsicht in einem Wäschesäckchen, mitgewaschen werden.

Tipp: Die Gardinen nicht im Sparprogramm waschen, da zu wenig Wasser zu Knitterfalten führt.

Gardinen aufhellen

Durch Kamin Ruß oder Nikotinrauch werden Gardinen von hässlichen Farbschleiern bedeckt. Das führt oft auch zu unangenehmem Geruch. Diesen bekommt man mit Backpulver wieder strahlend weiß.

  • Einfach zwei Päckchen Backpulver in die Wäsche geben und danach wie gewohnt aufhängen und trocknen lassen.
  • Auch wenn es im ersten Moment etwas schräg klingt, ein bis zwei Geschirrspülmaschinentabs in die Wäsche geben und der Grauschleier verschwindet.

Gardinen waschen – bei wieviel Grad?

Die meisten Vorhänge sind sehr empfindlich. Darum sollte man darauf achten, ihnen eine optimale Vorbehandlung zu geben und darauf zu achten, wie heiß man die Vorhänge höchstens waschen darf. In den meisten Fällen ist eine Waschanleitung an den Gardinen befestigt.

Falls keine Waschinformation vorhanden ist, um die Stoffe nicht leiden zu lassen, reicht eine 30°C Wäsche mit geringer Schleuderzahl. Diese sollte nicht über 400 bis maximal 800 Umdrehungen gehen.

Um Knittern zu vermeiden, darf die Maschine nicht voll beladen werden. Kurzprogramme reichen meist aus, um die Vorhänge von Grobem Dreck zu befreien.

Die richtige Waschmittelwahl

Falls weiße Gardinen gewaschen werden, benutzt man im Optimalfall Vollwaschmittel. Vollwaschmittel enthalten schon im Voraus geringe Mengen an Bleichmittel und optische Aufheller.

Im Gegensatz zu bunten Gardinen, diese werden mit Colorwaschmittel gepflegt, so bleibt die Farbe erhalten. Feinwaschmittel ist nicht extra notwendig.

Es macht zusätzlich Sinn, Weichspüler zu verwenden, da dessen Einsatz die Knitterbildung minimiert und die statische Aufladung – sprich das Anziehen von Staub, reduziert.

Gardinen waschen lassen

In jeder Reinigung kann man Gardinen waschen lassen. Preislich kommt es dabei auf die Quadratmeter und auf das Material an, dies ist bei jedem Anbieter unterschiedlich. Es handelt sich aber oft nur um wenige Eurobeträge pro Quadratmeter.

Zusätzlich kann man sich Leistungen wie bügeln oder dekorieren der Gardinen dazu buchen. Es ist empfehlenswert, im Voraus Preise zu vergleichen.

Hausmittel zum Waschen von Gardinen

Ein Hausmittel, das jeder zu Hause hat: Salz. Es gilt als wahres Wundermittel.

Bei Vergilbungen von Gardinen – oft in Raucherhaushalten, wirkt es Wunder, wenn die Gardinen eine Nacht lang in einem mit Wasser befüllten Eimer bzw. Wanne mit etwa 130 Gramm Salz eingelegt werden.

Am nächsten Tag die Gardinen mit wenig Waschmittel waschen und danach zum Trocknen aufhängen.

Ebenso ein Alleskönner: Backpulver bzw. Natron.

Einfach ein Päckchen zum Waschpulver (1/3 weniger als die gewohnte Menge) hinzugeben und wie gewohnt waschen.

Gardinen von Hand waschen

Am meisten Platz zum Waschen, hat man in der Badewanne. Vergleichsweise ist es auch möglich in einer Babywanne, oder einer großen Schüssel zu waschen.

Der Stoff muss beim Waschgang sehr locker im Wasser liegen um Knitterfalten zu vermeiden. Leichtes hin und her bewegen kann verhelfen, die Flecken aus dem Stoff loszuwerden. In keinen Fall dürfen die Vorhänge gewrungen oder gerieben werden.

Nach dem Waschgang, die Vorhänge vorsichtig ausdrücken und nach dem „glattschütteln“ aufhängen.

Gardinen trocknen

Tipp: Ausschütteln statt auswringen! Dies kann zu unnötigen Knitterfalten führen.

Um den Gardinen perfekten Trocknungsschutz zu geben, hängt man sie im nassen Zustand wieder auf. Dies hat zwei Vorteile:

  • Die Gardinen nehmen zum Trocknen keinen unnötigen Platz weg
  • Die Gardinen sind im nassen Zustand schwerer, d.h.: die Falten hängen sich währen dem Trocknungsvorgang aus.

Besonders leichte Gardinen, hängen sich i.d.R. nicht so stark aus. Sie können im Nachhinein mit einem Dampfbügeleisen auf niedriger Temperatur glattgebügelt werden.

Ein offenes Fenster oder Heizungsluft können den Trocknungsvorgang beschleunigen.

Regelmäßig sauber machen

Um sich das ganze Jahr keine Sorgen um die eigenen Gardinen zu machen, ist es ein guter Tipp einen Vermerk im Kalender zu hinterlassen.

Wenn man seine Vorhänge regelmäßig in die Waschmaschine steckt, wird man das Jahr über von freundlichen und sauberen Gardinen empfangen.