Leder kleben – Womit?

Leder ist ein reines Naturprodukt. Es handelt sich dabei um Tierhaut die mehrere chemische Prozesse durchlaufen muss, um zum Leder zu werden. Unterschieden wird auch zwischen Möbel- und Bekleidungsleder. Neben diesem Echtleder gibt es auch Kunstleder. Dabei handelt es sich um ein Material, welches eine Lederoptik hat, aber nicht aus Tierhaut hergestellt wird. Leder kommt vielseitig zum Einsatz. Bei Jacken und Hosen oder Taschen und Schuhen steht es oft an erster Stelle. Was aber, wenn das gute Stück aus Leder einmal kaputt oder gerissen ist. Dann stellt sich die Frage, wie man es reparieren und womit man es kleben kann.

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Leder kleben – Womit geht das am besten?

Der Handel bietet eine Vielzahl verschiedener Klebstoffe an, mit denen sich nicht nur Leder, sondern auch andere Materialien schnell und sicher kleben lassen. Auch spezielle Lederkleber sind erhältlich. Neben dem Kleber aus der Tube gibt es auch Kleber in der Dose oder Sprühkleber. Allerdings eignet sich nicht jedes Produkt, um damit Leder zu kleben.

Wer Leder nicht nur gut, sondern auch dauerhaft kleben möchte, benötigt einen hochwertigen Kleber. Dieser sollte leicht aufzubringen sein, muss gut und dauerhaft halten und darf natürlich das Material nicht beschädigen oder angreifen. Sind die Inhaltsstoffe im Kleber zu stark, kann das Material beschädigt werden und der Lederartikel wird im schlimmsten Fall unansehnlich und somit unbrauchbar.

Lederkleber

Bei der Wahl des Klebers gibt es zwei wichtige Punkte, die beachtet werden sollten:

  • Muss das Leder beweglich verklebt werden?
    oder
  • Handelt es sich um einen festen Gegenstand?

Hilfreich ist daher auch die Einteilung in Kategorien: Schuhe, Bekleidung, Möbel. Lederartikel aus allen drei Kategorien lassen sich nämlich nicht nur nähen, sondern können auch geklebt werden. In der Regel handelt es sich bei Leder um ein elastisches (wenn auch nur gering) Material, dass mit einem Kleber geklebt werden muss, der nach dem Trocknen ebenfalls elastisch bleibt.


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Nur dann, wenn das Leder, zum Beispiel als Dekoration, auf einen harten Untergrund geklebt wird, kann ein harter Kleber verwendet werden. Neben der Elastizität ist auch der optische Aspekt wichtig. Selbst nach einer längeren Zeit darf der Kleber nicht durchdringen, da sonst die Optik ruiniert wird.

Sprühkleber

Sprühkleber sind einfach und praktisch in der Anwendung, denn sie funktionieren auf Knopfdruck. Auch das punktgenaue Auftragen geht mit der Sprühdose mühelos. Je nach Angebot eignet sich der Sprühkleber für das Verbinden von Leder mit Leder, oder für das Verkleben von Leder mit einem anderen Material wie Holz und Ähnlichem.

Alleskleber

Diese Kleber gehören zu den sogenannten Lösemittelklebstoffen. Alleskleber können die unterschiedlichsten Materialien miteinander verbinden. Sie kleben Leder auf Holz, Plastik, Metall oder einen anderen Untergrund. Es handelt sich dabei jedoch nicht um spezielle Lederkleber, sodass vorher an einer unauffälligen Stelle ein kleiner Test durchgeführt werden sollte. Viele Alleskleber durchdringen das Leder und hinterlassen nach dem Trocknen einen Fleck. Besonders bei Rau- und Wildleder sollte mit einem Alleskleber lieber vorsichtig umgegangen werden.

Kontaktkleber

Diese Klebstoffe werden überwiegend in Dosen angeboten. Sie eignen sich gut, wenn größere Flächen miteinander verbunden werden müssen. So lässt sich mit einem Kontaktkleber zum Beispiel das Leder mit der Schuhsohle verkleben. Im Vergleich zu anderen Klebstoffen sollte der Kontaktkleber jedoch gut antrocknen, sodass sich seine Oberfläche leicht mit dem Finger berühren lässt, ohne sich dabei noch extrem klebrig anzufühlen.

Kleben statt nähen

Kleidung aus Leder, Lederschuhe oder Taschen aus Leder finden sich in fast jedem Haushalt. Allerdings hat nicht jeder eine Nähmaschine, mit der sich Leder nähen lässt. Guter Rat ist dann oft teuer. Hilfreich ist, dass sich Leder nicht nur nähen, sondern auch kleben lässt. Hat man den richtigen Kleber gefunden, und einen Test am Material gemacht, kann das Leder geklebt werden. Allerdings sollte man den Klebstoff nicht sofort auftragen, sondern vorher einige Schritte beachten, denn schließlich wird ein perfektes Ergebnis erwartet:

  1. Im ersten Schritt müssen die betroffenen Stellen gut gereinigt werden. Zur Reinigung sollte Wasser und eine Lederseife verwendet werden.
  2. Danach muss das Leder gründlich trocknen. Erst dann, wenn das Material keine Feuchtigkeit mehr enthält, kann es geklebt werden.
  3. Dort, wo das Leder kaputt ist, wird nun ein Lederflicken untergeschoben. Das kaputte Leder wird ein wenig angehoben und der Flicken dünn mit Kleber bestrichen.
  4. Nun werden die zu klebenden Stellen vorsichtig auf den Flicken gedrückt und festgestrichen. Drückt sich Klebstoff nach außen, muss dieser vorsichtig (am besten mit einer Messerspitze) abgenommen werden.
  5. Ist der Kleber getrocknet, kann das Leder mit einem entsprechenden Pflegemittel an der Stelle behandelt oder mit einem Farbspray aufgefrischt werden.

Leder mit Heißklebepistole kleben

lederkleberHeißkleber eignet sich für viele Materialien. Der Kleber wird durch das Erhitzen in der Klebepistole flüssig und kann dann punktgenau aufgetragen werden. Im Vergleich zu einem Lederkleber härtet Heißkleber nach dem Trocknen aus und ist somit nicht mehr elastisch. Zudem dauert es nur einen Augenblick, bis der Klebstoff vom flüssigen in den harten Zustand wechselt. Dadurch wird deutlich, dass sich Heißkleber in Kombination mit Leder nicht eignet, wenn es um das flexible Kleben geht.

Für Kleidung aus Leder ist er daher nicht geeignet. Allerdings lassen sich Applikationen auf Lederkleidung, Taschen oder Schuhen damit optimal festkleben. Auch Alltagsgegenstände wie Handtaschen können mit Heißkleber repariert werden. Ein Schultergurt, der sich gelöst hat, kann mit zwei oder drei Punkten leicht wieder befestigt werden.

Hilfreich ist die Heißklebepistole auch dann, wenn das Leder mit einem anderen Material verbunden werden soll. Allerdings nur, wenn es sich um einen festen Gegenstand oder einen Bereich handelt, der starr bleibt. Leder kann mit Heißkleber zum Beispiel auf Holz, Kunststoff oder Metall geklebt werden. Auf starren Flächen kann der Klebstoff sofort angedrückt werden und verbindet beide Komponenten optimal miteinander. Dekogegenstände aus Leder, wie kleine Figuren, Würfel, Sitzkissen und Ähnliches, eignen sich ebenfalls für das Kleben mit der Heißklebepistole.

Tritt der Klebstoff beim Kleben durch, dann kann er nach dem Aushärten mit einem feinen Messer einfach bündig abgeschnitten und entfernt werden. Da der Handel Heißklebepistolen in verschiedenen Größen anbietet, lassen sich sowohl größere Gegenstände und Flächen damit kleben, als auch kleine Dinge. Für Lederschmuck eignet sich ein sehr kleines Modell, da dieses erlaubt, kleinste Punkte und sehr feine Linien zu ziehen.


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